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Studienzentralen

Seit über 30 Jah­ren wählen die Mitglieder der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) erfahrene Ärzte oder Ärztinnen mit besonderer Expertise zu einer Erkrankung oder Erkrankungsgruppe zur jeweiligen Studienleitung. Ihre Aufgabe ist die Erstellung und Optimierung von Behandlungsprotokollen, die ausführliche dia­gnos­ti­sche und the­ra­peu­ti­sche Emp­feh­lun­gen enthalten. Ihre Forschung basiert auf der Datenaus­wer­tung vor­an­ge­gan­ge­ner Stu­di­en und lang­jäh­ri­ger me­di­zi­ni­scher Er­fah­rung. Sie leiten die jeweilige Studienzentrale, die die Forschung für die jeweilige Erkrankungsgruppe koordiniert und Behandler, die Pharmaindustrie und Eltern rund um die Erkrankung berät. 

Hier finden Sie zu jeder Studie die zugehörige Studienzentrale und die zuständigen Ansprechpartner.

  •  AML
  • Ewing
  • Retino
  • HIT/Rez
  • Neuroblastom
  • Nephroblastom

Gemeinsam mit Frau PD Brecht, Universität Tübingen, leitet Prof. Dr. Dominik T. Schneider das STEP Register und die entsprechende GPOH Arbeitsgruppe. Im STEP Register werden jährlich etwa 100 neu diagnostizierte Kinder und Jugendliche mit besonders seltener Krebserkrankung erfasst, die nicht in anderen Studien oder Registern der GPOH betreut werden. Dabei übernimmt die Studienzentrale in Dortmund die primäre Erfassung der Patienten sowie die konsiliarische Beratung der behandelnden Kliniken.

Das Kinderonkologische Zentrum Dortmund ist Zentrum im European Reference Network ERN PaedCan. Gemeinsam mit den europäischen Partnern nimmt das STEP Register an verschiedenen EU geförderten Projekten teil; in Dortmund wird auch das EU Virtual Consultation Desk for Very Rare Tumors koordiniert.

Anschrift: Klinikum Dortmund gGmbH, Beurhausstr. 40, 44137 Dortmund

Name der Kontaktperson: Prof. Dr. Dominik T. Schneider

Tel.: +49 (0) 231-95321680

Fax: +49 (0) 231-95321047

E-Mail: step@klinikumdo.de

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Das Nephroblastom (Wilms Tumor) ist der häufigste Tumor der Niere im Kindesalter. Pro Jahr erkranken ca. 100 Kinder in Deutschland an diesem bösartigen Tumor. Seit Mitte der 70er Jahre wird dieser Tumor in kontrollierten Studien behandelt. Leiter der internationalen Gruppe zu Nierentumoren der SIOP (SIOP-RTSG) ist Prof. Dr. Norbert Graf. In die Studien der SIOP-RTSG werden Patienten mit einem Tumor der Niere aufgenommen, wenn die Eltern oder der Patient diesem schriftlich zugestimmt haben. In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind hierdurch flächendeckende Versorgungen auf höchstem Niveau gewährleistet, auch bedingt durch Qualitätskontrollen, Referenzuntersuchungen und Auflagen zur Durchführung klinischer Studien. In das internationale Netzwerk der SIOP-RTSG sind nahezu alle europäischen Länder, daneben Länder aus Südamerika, Asien, Ozeanien und Afrika eingebunden. Mit der Children’s Oncology Group (COG) in Nordamerika besteht ein reger Erfahrungsaustausch in der Diagnostik und Behandlung dieser Tumoren. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Renal Tumour Study Group der SIOP zu finden.

Anschrift:

Universitätsklinikum des Saarlandes
Klinik für Päd. Onkologie und Hämatologie
Campus Homburg, Geb. 9, 66424 Homburg

Name der Kontaktperson: Prof. Dr. Norbert Graf

Tel.: +49 (0) 6841 1628397

Fax: +49 (0) 6841 16 1728397

E-Mail: kinderonkologie@uks.eu

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Neuroblastome (NB2016-Register, NB2015-LR, NB2004/NB2004-HR)

In Deutschland erkranken jährlich etwa 130 Kinder an einem Neuroblastom. Es handelt sich dabei um einen Tumor, der sich aus Zellen des autonomen Nervensystems entwickelt. Die Erkrankung weist äußerst unterschiedliche Verläufe auf: Bei etwa der Hälfte der betroffenen Kinder kommt es trotz intensiver Behandlung zu einem aggressiven Tumorwachstum, während sich die Erkrankung in anderen Fällen spontan zurückbildet und ohne eine belastende Chemotherapie ausheilt. Die genetischen und molekularen Prozesse dieser Verlaufsformen sind bis heute nicht komplett verstanden.

Die Kölner Neuroblastom-Studienzentrale genießt internationale Bedeutung durch die experimentelle und klinische Forschung im Bereich des Neuroblastoms und koordiniert seit mehr als 20 Jahren die nationalen klinischen Studien zur Behandlung von Patienten mit Neuroblastom im Rahmen des Netzwerkes der GPOH. Der Fokus unserer Arbeit liegt neben der klinischen Forschung auch auf der Erforschung der Pathogenese des Neuroblastoms und der Übertragung neuer molekularer Erkenntnisse in die klinische Anwendung. Unser Ziel ist, durch ein besseres Verständnis der Tumorbiologie die Behandlungsmöglichkeiten von Neuroblastom-Patienten zu verbessern.

Anschrift:

Uniklinik Köln
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
Neuroblastomstudie
Kerpener Str. 62
50924 Köln

Name der Kontaktperson: Prof. Dr. T. Simon, Dr. B. Hero

Tel.: +49 221 478 6853

Fax: +49 221 478 6851

E-Mail: Neuroblastomstudie@uk-koeln.de

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